Demenz

Foto Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Betreuung und Pflege demenzkranker Menschen.
Demenz-Patientinnen und Patienten sind aufgrund ihrer Krankheit zunehmend weniger in der Lage, sich ihrer Umgebung anzupassen und ihren Alltag zu bewältigen. Deshalb hängt ihr Wohlbefinden in großem Maße davon ab, wie sich die Umwelt auf ihre Beeinträchtigung einstellt. Wir unterstützen Demenzkranke und ihre Angehörigen dabei mit Rat und Tat. Für sie erarbeiten wir ein speziell zugeschnittenes Leistungsangebot in Partnerschaft mit den Ärzten.

Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, betroffen sind oder sich betroffen fühlen, rufen Sie uns an. Wir nehmen uns Zeit für Sie!

Neben unseren Leistungen im Rahmen des Pflegedienstes organisieren wir einmal im Monat das Alzheimer Café in Kooperation mit dem Amtmann-Schroeter-Haus und der Alzheimer-Gesellschaft in Lilienthal für dementiell Erkrankte und ihre Angehörigen.

In regelmäßigen Abständen bietet unsere Mitarbeiterin Ingeborg Manowski gemeinsam mit Dr. Margot Kempff-Synofzik eine Seminarreihe zum Thema an. Sie berichten über die Erkrankung und deren Verlauf (insbesondere der Alzheimer Krankheit), über den Umgang mit den Kranken, erörtern rechts- und versicherungsspezifische Fragen und bieten Entscheidungshilfen für Entlastungsangebote. Das Alzheimer Café und die Seminarabende finden im Amtmann-Schroeter-Haus in Lilienthal statt.

Kontakt: Ingeborg Manowski
Der Pflegedienst Lilienthal
Tel. 04298-69 86 10


Demenz – Das Krankheitsbild

„Weg vom Geist“ bzw. „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen. Damit ist das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen erklärt, nämlich der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit.

Am Anfang der Krankheit stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, so dass die Betroffenen zunehmend Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren.
Eine Demenz zieht das ganze Sein des Menschen in Mitleidenschaft: Seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein Erleben.
Demenzerkrankungen können bis zu 100 verschiedene Ursachen haben.

Zum Beispiel „Alzheimer”
Ein Grund für eine Demenz ist die so genannte „Alzheimer-Krankheit”, eine degenerative Krankheit des Gehirns, während deren Verlauf die Nervenzellen des Gehirns unwiderbringlich zerstört werden.
Charakteristisch für die Alzheimer-Demenz ist ihr schleichender Beginn. Am Anfang treten kleinere Gedächtnislücken und Stimmungsschwankungen auf, die Lern- und Reaktionsfähigkeit nimmt ab. Hinzu kommen erste Sprachschwierigkeiten, die Erkrankten benutzen einfachere Worte und kürzere Sätze oder stocken mitten im Satz und „verlieren den Faden“. Örtliche und zeitliche Orientierungsstörungen tauchen auf. Die Patient(inn)en werden antriebsschwächer und verschließen sich zunehmend gegenüber Neuem.

Im weiteren Verlauf der Krankheit werden die Symptome offensichtlich. Die kranke Person ist bei den Alltagsaufgaben wie Körperpflege oder Nahrungsaufnahme zunehmend auf die Unterstützung anderer Menschen angewiesen. Kennzeichnend für dieses Stadium ist eine hochgradige Störung des Gedächtnisses; nahe Verwandte können nicht mehr namentlich benannt werden, das Zeit- und Ortsgefühl geht verloren und die Sprache wird undeutlich und inhaltsleer. Die Erkrankten können ihre Gefühle kaum noch kontrollieren, plötzliche Stimmungsschwankungen, Aggressionen und Depressionen treten verstärkt auf.

Im Spätstadium ist der/die Kranke vollkommen auf Pflege und Betreuung anderer angewiesen. Familienmitglieder werden nicht mehr erkannt, eine verbale Verständigung ist unmöglich. Körperliche Symptome wie Gangunsicherheit, Schluckstörungen und Krampfanfälle treten vermehrt auf, die Kontrolle über Blase und Darm schwindet.


Die Behandlung

Hauptrisikofaktor für das Auftreten der meisten Demenzformen ist das Alter. Der schleichende Beginn der meisten Demenzerkrankungen ist die Ursache dafür, dass Defizite und auffällige Verhaltensweisen der Erkrankten oft erst im Rückblick als erste Symptome einer Demenz erkannt werden. Es ist aber ausgesprochen wichtig, dass Demenzerkrankungen möglichst
frühzeitig diagnostiziert werden. Eine eindeutige Diagnose wird durch einen Facharzt erstellt und ist sehr schwierig. Sie erfolgt durch wiederholte Intelligenz- und Merktests und einer Biopsie.

Ein kleiner Teil der dementiellen Erkrankungen (reversible Demenzen) kann durch Behandlungen wesentlich gebessert werden. Bei den primären Demenzen wie z.B. Alzheimer ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen den Betroffenen, sich mit der Krankheit und ihren Folgen auseinanderzusetzen, bevor sie die Fähigkeit dazu verlieren. Wünsche können so noch erfüllt und bewusst genossen oder seit langem geplante Reisen angetreten werden. Deshalb ist es wichtig, dass Angehörige vermeintliche Symptome nicht verdrängen, sondern sich aktiv mit ihnen auseinandersetzen.

Als Therapie steht eine gute Pflege im Vordergrund. Gesunde Ernährung und körperliche Betätigung sind hilfreich. Eine Heilung ist derzeit für die Mehrzahl der Demenzerkrankungen nicht möglich. Deshalb ist das Hauptziel der Behandlung, die Lebensqualität der Kranken und ihrer Angehörigen zu verbessern. Es gibt inzwischen Medikamente die den Krankheitsverlauf etwas hinauszögern und Symptome abschwächen.


www.deutsche-alzheimer.de
www.amtmann-schroeter-haus.de