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AltenpflegerInnen

Altenpfleger/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte 3-jährige schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Altenpflege.

Möglichkeiten:

  • staatl. anerkannte/r Altenpfleger/in

  • staatl. anerkannte/r Altenpflegehelfer/in

  • dualer Studiengang Bachelor of Arts (BA) Pflegewissenschaft


Anforderungen:

  • ein mittlerer Bildungsabschluss

  • oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die einen Hauptschulabschluss erweitert

  • oder ein Hauptschulabschluss und eine zusätzliche mindestens zweijährige Berufsausbildung

  • oder ein Hauptschulabschluss und die Erlaubnis, z.B. die Berufsbezeichnung Altenpflegehelfer/in oder Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in (die Bezeichnungen variieren je nach Bundesland) führen zu dürfen

  • oder ein Hauptschulabschluss und eine landesrechtlich geregelte erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in der Altenpflegehilfe bzw. der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer

  • oder eine andere abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung



Berufsbild

Altenpfleger/Innen pflegen, betreuen und beraten pflegebedürftige ältere Menschen im Sinne einer ganzheitlichen Hilfe, meist über einen längeren Zeitraum. Dabei unterstützen sie diese bei Verrichtungen des täglichen Lebens, etwa bei der Körperpflege, beim Essen oder beim Anziehen sowohl in der ambulanten Pflege bei ihnen zuhause als auch stationär in einem Pflegeheim. Sie sprechen mit ihnen über persönliche Angelegenheiten, motivieren sie zu aktiver Freizeitgestaltung und begleiten sie bei Behördengängen oder Arztbesuchen. Vor allem bei der ambulanten Pflege arbeiten AltenpflegerInnen auch mit Angehörigen zusammen und unterweisen diese in Pflegetechniken. In der Behandlungspflege und Rehabilitation nehmen sie auch therapeutische und medizinisch-pflegerische Aufgaben wahr, z.B. wechseln sie Verbände, führen Spülungen durch und verabreichen Medikamente nach ärztlicher Verordnung. Beispielsweise messen sie Puls, Temperatur, Blutdruck und ggf. auch den Blutzuckerspiegel, legen Infusionen, kontrollieren die Flüssigkeitsbilanz und lagern bettlägerige Personen fachgerecht. AltenpflegerInnen benötigen neben einem Interesse an Medizin und einer guten Konstitution vor allem Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit, Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Achtung vor dem Leben.

Pflegen und motivieren

Altenpfleger/innen behandeln ältere Menschen nicht nur, sondern sie versuchen, selbstständige Kompetenzen der zu Pflegenden zu erhalten bzw. zu aktivieren – auch im Sinne einer Rehabilitation. Dazu führen sie z.B. Bewegungstrainings durch. Im psychosozialen Bereich betreuen und beraten AltenpflegerInnen ältere Menschen in vielfältiger Weise. Sie gestalten Feste, Ausflüge und Veranstaltungen selbstständig oder in Zusammenarbeit mit den Senioren. Sie fördern und verbessern durch geeignete Maßnahmen die Kommunikation der älteren Menschen untereinander und bieten helfende Gespräche an, um zwischenmenschliche Beziehungen zu fördern und einer Isolation und Vereinsamung vorzubeugen. Dabei gehen sie auch auf mögliche kulturelle Besonderheiten bei Menschen mit Migrationshintergrund ein. Auch das Begleiten Sterbender und das Versorgen Verstorbener gehört zum altenpflegerischen Aufgabenbereich.

Darüber hinaus spielt die Qualitätssicherung der Arbeit eine große Rolle.

Weitere Informationen finden Sie hier.