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AltenpflegerInnen

Bis Ende 2019: AltenpflegerIn ist eine bundesweit einheitlich geregelte 3-jährige schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Altenpflege.

Möglichkeiten:

  • staatl. anerkannte/r Altenpfleger/in
  • dualer Studiengang Bachelor of Arts (BA) Pflegewissenschaft

 

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-> Ab 2020 (Ausbildungsbeginn 1.4.2020) ändert sich der Ausbildungsweg:

 

In der neuen Generalistischen Pflegeausbildung werden die drei bisherigen Ausbildungsberufe „AltenpflegerIn", „Gesundheits- und KrankenpflegerIn" und „KinderkrankenpflegerIn" zusammengeführt.

 

Der Aufbau der Ausbildung

 

In drei Jahren werden 2100 Stunden Theorie und 2500 Stunden Praxis vermittelt. Grundsätzlich werden die Auszubildenden aller Fachrichtungen zunächst gemeinsam ausgebildet. Erst im 3. Ausbildungsjahr gibt es die Möglichkeit, in die Abschlüsse „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in" oder „Altenpfleger*in" zu wechseln.
Hierfür muss jedoch schon bei Beginn der Ausbildung eine Vertiefung in dem entsprechenden Bereich gewählt worden sein.


Mit dem Abschluss „Pflegefachfrau/-mann" stehen alle Wege offen, denn die generalistische Pflegeausbildung wird auch in anderen EU-Mitgliedstaaten anerkannt.

 

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Anforderungen:

  • ein mittlerer Schulabschluss

  • oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die die einfache Bildungsreife (Hauptschulabschluss) erweitert

  • oder die einfache Berufsbildungsreife (Hauptschulabschluss) und eine zusätzliche mindestens zweijährige Berufsausbildung

  • oder die einfache Bildungsreife (Hauptschulabschluss) und eine abgeschlossene Ausbildung in der Altenpflegehilfe bzw. der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer

  • oder eine andere abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung

Berufsbild

Altenpfleger/Innen pflegen, betreuen und beraten pflegebedürftige ältere Menschen im Sinne einer ganzheitlichen Hilfe, meist über einen längeren Zeitraum. Dabei unterstützen sie diese bei Verrichtungen des täglichen Lebens, etwa bei der Körperpflege, beim Essen oder beim Anziehen sowohl in der ambulanten Pflege bei ihnen zuhause als auch stationär in einem Pflegeheim. Sie sprechen mit ihnen über persönliche Angelegenheiten, motivieren sie zu aktiver Freizeitgestaltung und begleiten sie bei Behördengängen oder Arztbesuchen. Vor allem bei der ambulanten Pflege arbeiten AltenpflegerInnen auch mit Angehörigen zusammen und unterweisen diese in Pflegetechniken. In der Behandlungspflege und Rehabilitation nehmen sie auch therapeutische und medizinisch-pflegerische Aufgaben wahr, z.B. wechseln sie Verbände, führen Spülungen durch und verabreichen Medikamente nach ärztlicher Verordnung. Beispielsweise messen sie Puls, Temperatur, Blutdruck und ggf. auch den Blutzuckerspiegel, legen Infusionen, kontrollieren die Flüssigkeitsbilanz und lagern bettlägerige Personen fachgerecht. AltenpflegerInnen benötigen neben einem Interesse an Medizin und einer guten Konstitution vor allem Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit, Geduld, Verantwortungsbewusstsein und Achtung vor dem Leben.

Pflegen und motivieren

Altenpfleger/innen behandeln ältere Menschen nicht nur, sondern sie versuchen, selbstständige Kompetenzen der zu Pflegenden zu erhalten bzw. zu aktivieren – auch im Sinne einer Rehabilitation. Dazu führen sie z.B. Bewegungstrainings durch. Im psychosozialen Bereich betreuen und beraten AltenpflegerInnen ältere Menschen in vielfältiger Weise. Sie gestalten Feste, Ausflüge und Veranstaltungen selbstständig oder in Zusammenarbeit mit den Senioren. Sie fördern und verbessern durch geeignete Maßnahmen die Kommunikation der älteren Menschen untereinander und bieten helfende Gespräche an, um zwischenmenschliche Beziehungen zu fördern und einer Isolation und Vereinsamung vorzubeugen. Dabei gehen sie auch auf mögliche kulturelle Besonderheiten bei Menschen mit Migrationshintergrund ein. Auch das Begleiten Sterbender und das Versorgen Verstorbener gehört zum altenpflegerischen Aufgabenbereich.

Darüber hinaus spielt die Qualitätssicherung der Arbeit eine große Rolle.